Mittwoch, Mai 26, 2010

Klammheimlich



Mein letzter Blogeintrag beschäftigte sich mit dem neuen Macbook und meine Entscheidung, mir ein Macbook Pro zuzulegen. Dieses Vorhaben habe ich nun in die Tat umgesetzt. Das Macbook Pro 13" ist bestellt.

Und als ich auf der Appleseite nach dem Macbook Pro Ausschau hielt, fiel mir auf, dass Apple schon wieder mit dem Banner "Neu" warb - für das Einsteiger-Macbook. Doch nun kostete und kostet es 999 Euro! Noch vor gut einem Monat lag dieses Macbook bei 899 Euro. Was, bitteschön, ist denn hier passiert? Klammheimlich, still und leise hat Apple sich entscheiden, das Einstiegsmodell aufzurüsten und es gleich um 100 Euro teurer zu machen als noch das Gerät vor einem Monat.

Die Leutchen aus Cupertino spendierten dem Einstiegs-Macbook jetzt den Nvidia 320M-Grafikchip (vorher: 9400M) sowie einen Akku mit einer Maximallaufzeit von 10 Stunden. Beide Komponenten finden sich auch im Macbook Pro. Der 320M-Grafikchip von Nvidia kann auch Rechenoperationen mitübernehmen und somit den Hauptprozessor entlasten. Zudem ist er nochmal energieeffizienter als sein Vorgänger und verspricht einen Geschwindigkeitsvorteil. Auch setzt Apple nun den Core 2 Duo 2,4 GHz-Prozessor von Intel ein - wie beim Macbook Pro 13".
Das "neue" Macbook hat aber nach wie vor die 250 GB-Festplatte sowie 2 GB RAM verbaut. Wer hier auf 4 GB aufrüsten möchte, muss nochmal 90 Euro auf die 999 Euro draufzahlen und liegt somit schon bei 1089 Euro (Apple Onlineshop). Kleiner Tipp: Das Einsteiger-Macbook gibt es bei notebooksbilliger.de bereits für 929 Euro ( 2GB-RAM-Variante). Die 4-GB-RAM-Variante kostet 1.049 Euro.



Doch stopp: Das aktuelle Macbook Pro 13" gibt es in der 4-GB-RAM-Version mit SD-Card-Slot, Firewire-Anschluss, beleuchteter Tastatur, Aluminiumgehäuse und eben den sonst identischen Komponenten für 1.149 Euro im Appleshop. Und bei notebooksbilliger.de ist es sogar für 1.089 Euro erhältlich! Das bedeutet, Du erhältst das hochwertigere Macbook Pro 13" zum gleichen Preis, wenn Du den Preis im Apple-Onlineshop für das Macbook mit 4 GB RAM zugrunde legen würdest! Da stellt sich für mich dann nicht mehr die Frage, zu welchem Gerät ich greife! Mir stellt sich aber sehr wohl die Frage, was sich Apple dabei gedacht hat? Wofür ist denn dann das Einsteiger-Macbook noch auf dem Markt. Mir erschließt sich der Vorteil nicht. Beim Preis von 899 Euro (Apple Onlineshop) für das Macbook gegenüber 1.149 Euro für das Macbook Pro habe ich ja noch den Sinn erkannt: Etwas schwächere Komponenten machten dann auch den preiswerteren Einstieg aus. Aber jetzt? Hofft Apple, den potenziellen Käufer direkt zur Pro-Variante lenken zu können? Dann, liebe Apples, spart euch die Produktion des Macbook und macht die Pro-Variante um 100 Euro billiger. Das wäre fair und nachzuvollziehen, wohin die Reise hingeht. Denn in der momentanen Ausstattung kann ich doch das Macbook nicht ernsthaft in Erwägung ziehen als Alternative zum Macbook Pro 13".

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